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Haarausfall und Alopezie

Wieviel Haarausfall ist normal?

Zunächst sollte gesagt werden, dass die Begriffe Haarausfall und Alopezie nicht dasselbe bedeuten. Das Ausfallen der Haare selbst wird als Effluvium (Haarausfall) bezeichnet. Sieht man das Ergebnis davon, also eine Glatze, spricht man von Alopezie. Bevor man in Panik gerät, sollte man sich im Klaren darüber sein, wieviel Haarverlust eigentlich normal ist, und ab wann man von einem krankhaften Haarausfall und einer krankhaften Alopezie sprechen muss. Klassischerweise kommen Patienten zum Arzt und sind sehr besorgt, weil sie beim Haarewaschen oder Kämmen den Verlust von großen Haarmengen bemerkt haben. Die bloße Menge der ausgefallenen Haare ist jedoch kein alleiniges Kriterium für einen krankhaften Haarverlust. Der Ausfall von bis zu 200 Haaren am Tag kann sogar noch normal sein, wenn man bedenkt, dass man pro cm² Kopfhaut bis zu 320 Haare hat. Wichtig ist das Verhältnis zum Nachwachsen der restlichen Haare. Außerdem muss man bedenken, dass natürlicherweise beim Waschen oder Kämmen mehr Haare ausfallen, und dass lange Haare bei Manipulation stärker belastet werden als kurze. Zudem wirkt der Ausfall von langen Haaren aufgrund der größeren Masse Besorgnis erregender. Einen Hinweis auf einen möglicherweise krankhaften Haarausfall liefert der sogenannte “Pull-Test”. Dabei greift man zwischen Daumen und Zeigefinger ein Büschel Haare nahe an der Kopfhaut und zieht sanft daran. Kann man mehrmals mehr als drei Haare ohne große Mühe herausziehen, dann ist das nicht normal.

Einteilung der Alopezie

Haarverlust lässt sich ganz grob in diffuse, d.h. die gesamte Kopfhaut betreffende, und fokale Alopezien aufteilen, die nur herdförmig auftreten. Ein weiteres Einteilungsschema ist in vernarbende und nicht vernarbende Alopezien. Die nachfolgende Auflistung zeigt einen unvollständigen Überblick über die unterschiedlichen Formen der Alopezie. Durch Klick auf die Links können Sie weitere Informationen erhalten.

Diffus

Androgenetische Alopezie der Mannes

Androgenetische Alopezie der Frau

Hormonell bedingte Alopezie

Telogenes Effluvium

Anagenes Effluvium (z.B. nach Chemotherapie)

Diffuses Telogeneffluvium

Diffuse Alopecia areata

Alopecia totalis und universalis

Mangelernährung (z.B. Eisen- und Zinkmangel)

Fokal

nicht vernarbend

Tinea capitis (Pilzerkrankung der Kopfhaut)

Alopecia areata (kreisrunder Haarausfall)

Traktionsalopezie (Haarverlust durch Zug)

Trichotillomanie (zwanghaftes Ausreißen)

Alopecia syphilitica

vernarbend

Lichen ruber

Zirkumskripte Sklerodermie

Folliculitis decalvans (bakterielle Entzündung)

Brunsting-Perry-Pemphigoid


 

 


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Haarausfall und Alopezie

1. Teil - Einleitung
2. Teil - Androgenetische Alopezie
3. Teil - Hormoneller Haarausfall der Frau
4. Teil - Alopecia areata